Klassische, dabei verzwickte Roststelle am hinteren Radlauf des S210 - wie vorgehen?

  • Tach auch :)


    Im Verlauf der hier näher beschriebenen S210-Aufmöbelung bin ich nun bei einer Roststelle angekommen, die man von vielen 210ern kennt: hinterer Radlauf der Beifahrerseite, unmittelbar oberhalb des hinteren Stoßfängers.


    So der vertraute Anblick von außen - um wohlbegründeten Entsetzensbekundungen zuvorzukommen: Ich konnte das bislang nur in diesem Frühjahr mit Entrosten, Rostumwandler und Nitrofest not-erstversorgen, um die braune Pest wenigstens vorübergehend ein wenig auszubremsen:


    Kotflügelrost von außen.JPG


    Jetzt hatte ich endlich den Innenkotflügel ausgebaut, und damit konnte man sich die Stelle auch von der Innenseite her ansehen - das Foto ließ sich nur mit einigen Verrenkungen vom Radhaus her aufnehmen:

    • Es stellte sich raus, daß der Radlauf hier (sozusagen) von zwei Metallschichten gebildet wird, zwischen denen mir eine Schicht Schaumstoff o.ä. zu liegen scheint. Auf der inneren Metallschicht ist zusätzlich etwas aufgepinselt, was mir wie Karosseriedichtmasse o.ä. vorkommt - das zieht sich links bis um den Radlauf und nach rechts hin bis zum Ende des Radhauses. Fühlt sich wie gealterte Kunststoffmasse an. Evtl. ist das schon werksseitig aufgebracht worden?
    • Die äußere Metallschicht (obiges Bild) ist stabil.
    • Die innere Metallschicht ist durchgerostet. Dort kann also beim jetzigen Zustand munter weiter Wasser eintreten; irgendwann ist dann auch die äußere Metallschicht am Ende.

    Kotflügelrost.jpg


    Hier überlege ich nun, was man machen kann: Selbst wenn man den äußeren Radlauf erneuerte, bliebe das Leck bestehen.


    Kennt jemand die Stelle evtl. und hat eine Idee?


    Merci für jeden guten Tip :) .

  • Ich spinne den Faden mal weiter, denn nun hatte ich Gelegenheit, auch auf der Fahrerseite die Innenkotflügel abzunehmen und in die Radhäuser zu gucken.


    Dabei fand sich beinahe spiegelbildlich zur obigen Stelle am hinteren Radlauf eine derbe Durchrostung, im Ganzen ist die marode Stelle fast handtellergroß - man kann es auf diesem Foto nur erahnen; inzwischen habe ich sanft den lockeren Rost zu entfernen versucht, und da kam mir sofort einiges entgegen, und es gähnte schnell ein Loch mitten im Rost:


    Radhaus Bb achtern Achterseite.jpg


    Da muß was passieren =O , denn das Leck geht bis in die Reserveradmulde.


    Wüßte jemand der hier Versammelten im Raum Krefeld/westliches Ruhrgebiet/Niederrhein/nördliches Rheinland eine Forenwerkstatt zu empfehlen, die das solide machen kann :?:


    Der Wagen soll nämlich zu seinem 30sten im Frühjahr 2032 H-kennzeichentauglich sein.

  • Hi!


    Ich würde mal bei den örtlichen Karosseriewerkstätten anfragen (meist aber sehr teuer heutzutage).


    Am besten würde ich mich aber bei Oldtimer/youngtimerclubs in Deiner Ecke melden und da einmal freundlich anfragen, ob wer einen kennt der einen kennt.


    Wie gehst Du überhaupt bei Rost am Unterboden vor? Entfernst Du den Unterbodenschutz großflächig? Darunter kann sich so einiges verstecken. Wenn das nicht konsequent gemacht wird.., dann gammelt es zwischen dem Unterbodenschutz und dem Blech. Oft sieht man nur kleine Rostpunkte.., sieht erstmal nach nichts aus. Aber …! 🧐

  • Leider kann ich's nicht selbst - aber den Spaß am 210 möchte ich mir davon nicht nehmen lassen, denn der Wagen weist nach jetzigem Stand keine weiteren größeren Baustellen auf.

    Wenn ich das Projekt wegen der beiden Lecks jetzt aufgäbe, würde ich mich in ein paar Jahren mächtig ärgern.


    Was den Unterboden angeht: Siehe Nachbarfaden, den hatten die Jungs letztes Jahr bereits beäugt und nichts Auffälliges festgestellt. Inklusive Hinterachsaufnahmen und Federaufnahmen vorn. Ungemach könnte nach jetzigem Stand nur noch ans Tageslicht kommen, wenn nächstes Jahr die Hinterachsrevision ansteht. Akute Indizien haben wir da bislang aber zum Glück nicht.

    • New
    • Official Post

    Ich sehe es da wie Alex; ich persönlich konnte am 210 nahezu alles selbst machen, aber ich kann halt nicht adäquat schweißen (Auspruff brutzeln geht, aber mir fehlten immer die Finessen und die Motivation es mir anzueignen)


    Sonst hätte ich meine Garagen voll mit 210ern.


    Ich würde in deinem Geografischen Umfeld mal bei Kleinanzeigen inserieren, ob du nen Spengler/Schweisser findest.

  • Ganz klar - wie zu Beginn des Fadens schon herausgestellt: Wenn ich nicht einiges, was in den ersten Beiträgen dieses Fadens steht, selbst hätte machen können und für den Rest - vor allem Motor und Getriebe - nicht die tatkräftige Hilfe der beiden Schrauber gehabt hätte, hätte ich die Sache auch nie geschafft.


    Übrigens ist hier noch eine Roststelle aufgetaucht, zum Glück kleiner, aber der Ort verlangt nach Bearbeitung (das Unscharf-Braune dahinter in der Metallfuge ist trockener Dreck, kein Rost) :


    Roststelle im Motorraum Bb.JPG


    Was würdet ihr da machen?

    Muß der Stoßdämpfer raus, um die braune Pest hier plattzumachen?

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!